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W4108 Geboren und dann? Zwischen Ost und West - Junge Frauen auf der Suche nach Identität Autorinnenlesung mit Cornelia Marks und Slata Roschal

Beginn Di., 06.12.2022, 19.30 - 21:00 Uhr  
Kursgebühr 5,00 €
Dauer 1 Abend
Kursleitung Arwed Vogel

Schwierig genug, eigene Identitäten zu finden. Aber was, wenn die äußeren Umstände dem entgegenstehen, die gesellschaftlichen Verhältnisse es gar nicht zulassen?
Im Roman von Cornelia Marks wächst ein junges Mädchen in einer verbotenen Sekte in der DDR auf, muss ihre Einsamkeit als Außenseiterin überwinden, sich gleichzeitig zwischen diktatorischen Systemen orientieren, dennoch einen eigenen Lebensweg finden.
In Slata Roschals Romandebüt "153 Formen des Nichtseins", eine Prosacollage voll Humor, erleben wir eine junge Frau, die sich zwischen vielfältigen Identitätsmomenten zu orientieren versucht. Sie ist Russin, Deutsche, Jüdin und wie die Heldin bei Cornelia Marks unter Zeugen Jehovas aufgewachsen. Auch in Slata Roschals Roman bestimmen Außenseitertum, Orientierungslosigkeit und Fremdbestimmung die Suche nach einer eigenen Identität.

Cornelia Marks wurde in Erfurt geboren, arbeitete früher als Bibliothekarin, Zeitungsredakteurin, Deutschlehrerin für Migrant*innen; Magister-Studium der Germanistik und Slawistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, schreibt seit der Kindheit Lyrik und Prosa, Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften. Sie übersetzt Literatur, vorwiegend Lyrik von Autorinnen und Autoren Ex-Jugoslawiens. Seit 2007 ist sie freiberufliche Autorin und Übersetzerin,
Slata Roschal wurde 1992 in Sankt Petersburg geboren. Aufgewachsen in Schwerin, Studium in Greifswald, Promotion in München. Zahlreiche Stipendien und Preise, darunter Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern und Kunstförderpreis des Freistaates Bayern. Lyrikbände "Wir verzichten auf das gelobte Land" (Reinecke & Voß 2019) und "Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus" (hochroth 2021), lyrischer Roman "153 Formen des Nichtseins" (homunculus 2022). Der Roman stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis.

Moderation: Arwed Vogel, Landesvorsitzender des VS Bayern

Arwed Vogel wurde 1965 in München geboren. Er studierte Kulturwissenschaften in München und London und ist seit 1985 als Dozent für Literatur und Kreatives Schreiben tätig. 2003 erschien sein erster Roman "Die Haut der Steine". Er erhielt diverse Auszeichnungen für sein literarisches Schaffen.

Ein Abend des VS Bayern und VS Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Therese Literaturgesellschaft mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst in der Reihe "Lesen für die Demokratie - Begegnungen zwischen Ost und West"

Seit mehreren Jahren tauschen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Landesverbände Bayern und Sachsen-Anhalt innerhalb des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) auf Lesungen und Begegnungsreisen aus, um das Verständnis zwischen Menschen in Ost und West zu fördern.

Schon 2021 waren zwei Autorinnen in Landsberg/Lech zu Gast und lasen zum Thema „Starke Frauen“ und diskutieren mit den zahlreichen Zuhörern über Frauenbilder in Ost und West.




Kursort

vhs, Raum Rosarium

Hubert-von-Herkomer-Str. 110
86899 Landsberg am Lech

Termine

Datum
06.12.2022
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Hubert-von-Herkomer-Str. 110, VHS-Gebäude, Raum E0, Rosarium